
Das Jahr 2011 in der Lenaustraße: welche Ereignisse und Schlagworte kommen Dir in den Sinn, wenn Du auf dieses erste Jahr hier zurückschaust?
Neues Zuhause, Open-Air-Taufen, viele neue Leute, Alpha-Kurse mit jungen Erwachsenen, Kleiderladen, die Jugendlichen, die oft hier übernachten. Kurzum: mächtig viel los gewesen!
Würdest Du sagen, die GEC ist im Gebäude der Lenaustraße angekommen?
Zu mehr als 90 % ja. Manche tun sich noch schwer. Ich staune aber über die Senioren: die sind so gut hier angekommen, dass die Seniorenarbeit über den Seminarraum im Erdgeschoss hinausgewachsen ist und mittlerweile im Saal stattfindet!
Was lief im Jahr 2011 besser als erwartet? Vor was war Dir ein bisschen bange und was ist dann besser als gedacht gelaufen?
Dass die zwei Gottesdienste so funktionieren, dafür bin ich dankbar. Auch dass das Gebäude so gut angenommen wird. Auch mit der Nachbarschaft klappt es besser als erwartet, wobei es schon mal ein, zwei Beschwerden gab. Dafür, dass wir aber in einer reinen Wohngegend sind, kann man zufrieden sein.
Gab es unerwartete Entwicklungen, die Dich überrascht haben?
Ja – ich bin erfreut darüber, dass der Kleiderladen zum Magnet geworden ist und mittlerweile sogar Leute in den Gottesdienst gefunden haben, die durch den Kleiderladen ins Gebäude kamen. Außerdem hat sich die rumänische Gruppe innerhalb kurzer Zeit zu einem aktiven und blühenden Zweig der Gemeinde entwickelt!
Wie sieht die Bilanz der zwei Gottesdienste am Sonntagvormittag aus?
Ich bin etwas überrascht, dass die Besucherzahlen im zweiten Gottesdienst doch erheblich höher sind als im ersten. Ich hatte nicht erwartet, dass der späte Gottesdienst so viel besser angenommen wird. Die Pünktlichkeit der 11 Uhr Gottesdienstbesucher muss sich jedoch verbessern! Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die zwei Gottesdienste nur zu stemmen sind, weil ein großes Mitarbeiterteam sich super einsetzt! Ich bin dankbar, dass sich Mitarbeiter gefunden haben, die während der 9.15 Gottesdienste die Kinderbetreuung gewährleisten. Auch das neu gegründete Lobpreisteam trug zur Entlastung der anderen Teams bei. Alles in allem also eine positive Bilanz.
Manche Gottesdienstbesucher bedauern das gestraffte Programm, sie fühlen sich an traditionelle kirchliche Abläufe erinnert und wünschten sich mehr Freiheit im Programmablauf.
Das kann ich nachvollziehen, aber es geht bei zwei Gottesdiensten am Vormittag nicht anders. Ein gewisser Zeitdruck lässt sich nicht vermeiden, wobei wir aber immer bemüht sind, an gewissen Stellschrauben zu drehen. Die Lobpreisgruppen versuchen zum Beispiel, mehr auf die Gemeinde einzugehen. Wir machen es uns in der Planung und Organisation der Gottesdienste nicht leicht und sind immer dabei, Dinge auch kritisch zu überdenken und zu verbessern.
Das Jahr 2012 wird weiterhin die Herausforderung der zwei Gottesdienste beinhalten. Welche Projekte kommen ansonsten auf die Gemeinde zu, was ist geplant?
Zum einen ist nach wie vor der Verkauf des alten Gemeindegebäudes in der Oststraße dringlich. Auch die Planung für einen Neu-/Anbau wird voran gehen. Die evangelistische Arbeit, also die Visionsaufgabe „für andere“, soll nach Möglichkeit auf alle Arbeitskreise ausgebaut werden, gleichzeitig soll die Integration in die Hauskreise gelingen. Ein ganz großer neuer Bereich ist das Bibelkolleg unter der Federführung von Pastor Lars Kortkamp. Es gibt aber auch ganz praktische Aufgaben, die wir angehen müssen: die Durchführung von Sonderveranstaltungen aller Art soll effizienter gestaltet werden, die Ordnung im Haus muss so gestaltet sein, dass wir ein gutes Miteinander haben. Es gibt eine Menge zu tun!
Das klingt nach einem spannenden, aber auch arbeitsreichen Jahr. Können unsere Mitarbeiter diese vielfältigen Aufgaben schultern?
Wir sind alle gefordert. Wenn wir eine neue Richtung einschlagen wollen und wirklich Menschen für Jesus gewinnen wollen, dann benötigen wir natürlich engagierte Mitarbeiter. Die Einstellung zu haben „das machen die schon“, wäre verfehlt, wir müssen alle an einem Strang ziehen. Wir haben eine starke und treue Mitarbeiterschaft in der GEC! Aber wir freuen uns auch über alle, die sich an der Mitgliederstunde am 15.01. 2012 motivieren lassen und in irgendeinen Dienst neu einsteigen.
Vielen Dank, Dieter, für diesen Ein- und Ausblick!
Die Fragen stellte Carol Winkler
Euer Dieter Mundt

